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dare to be different?

Du lachst über mich, weil ich anders bin, ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid.

Ein Spruch, der so mancherlei Onlineprofil, Beschreibung oder sonstiges ziert. Der Gedanke, der hinter diesem Satz steckt, ist auch weiß Gott nicht schlecht. Jedoch was tut man, wenn diese Andersartigkeit so weit verbreitet wird, dass man sie schon als Uniform bezeichen könnte? Was tut man, wenn dieser Satz Opfer einer modischen Jungendbewegung wird, in die man sich entweder eingliedert, oder Hiphop hört?

Wir wären schon beim Thema. Musik. Die Musik, die zu dieser Bewegung gehört, spiegelt Rebellion wider. Sie macht einem Mut, sein eigenes Ding zu machen. Sein eigenes Ding, diese Sache sehen die meisten Leute wohl als anders-sein. Um ihr eigenes Ding zu machen, denken sie, dass sie sich von der Masse abheben müssten. Der Jugendliche mit dem Wunsch anders zu sein schaut auf zu seinem Idol, dem Leadsänger seiner favorisierten Band, und er sieht die Unbändigkeit, die Rebellion und die Lebensweite von dieser Person ausstrahlen. Er blickt auf zu seinem Idol und ist begeistert, animiert, so zu werden wie er. Unbändig. Rebellisch.

Mit diesem Gedanken im Kopf geht er auf die Straße, er bemerkt eine Gruppe mit allen Farben des Regenbogens im Haar, Nietenarmbänder um das Handgelenk und Chucks an den Füßen. Ja. Da ist sie. Die Rebellion in Person. Natürlich ist der nächste Wunsch des Jugendlichen ein Paar Chucks, denn er will seinem Willen nach Andersartigkeit auch endlich Ausdruck verleihen. Er hört mehr Musik, befasst sich mehr mit dem Inhalt der Texte und übernimmt ein Lebensgefühl. Das Lebensgefühl der Andersartigkeit.

Dieses Schicksal ereignete sich so, oder so ähnlich wohl ein paar Millionen Mal, denn was ist daraus geworden? Aus dem eigentlichen Willen der Andersartigkeit ist das Gegenteil geworden. Mehr als jeder zweite besitzt ein Paar Chucks, man hört entweder Rock oder Hiphop (und natürlich ist Rock viel cooler, denn um was geht es schon im Hiphop außer "Bitches und Fame"?) und sieht einfach aus, wie sein gesamter Freundeskreis. Wann, außer in der heutigen Zeit, ist es schon einmal vorgekommen, dass Leute die gleichen Schuhe anhaben, um ihrer Andersartigkeit Ausdruck zu verleihen? Besser gesagt: Wann ist es vorgekommen, dass sich jemand ein Paar Schuhe kauft, dass einfach jeder hat, um zu zeigen, er ist ein Rebell? Wie verdreht ist diese Bewegung geworden? Was ist noch übrig von den einstigen Idealen und Werten, die man sich zum Ziel setzte?

Man zeigt seinen Charakter durch Kleidung, trägt entweder Baggies, Caps und Hoodies, oder Chucks und Nietenarmbänder und findet jeweils das andere scheiße, obwohl man sich überhaupt nicht damit befasst hat. Das Traurigste sind jedoch diese Art Jugendliche, die zu ihrem "Von Mutter eingekleidet und reich" Kleidungsstil noch den Rebell hinzufügen, á la Rosa Polohemd, Corthose, Nietenarmband.

Deswegen sage ich euch: Lebt euch selbst. Scheißt drauf, ob ihr der Masse entprecht. Scheißt drauf, ob Leute an eurem Kleidungsstil euren Musikgeschmack erkennen und macht einfach nur das, was _euch_ gefällt. Nur dann werdet ihr erkennen, dass es nicht wichtig ist, anders zu sein, um sein Ding zu machen, sondern dass es wichtig zu wissen ist, wer man selbst ist.

Dare to be yourself.

25.10.06 19:40
 


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